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Die Hose
Über Bügelfalten und Flecke als Qualitätsmerkmale brauchen wir nicht zu schreiben -
da sind Sie selbst schon lange Spezialist.
Genauer muss man schon hinschauen, wenn man die werterhaltenden Qualitätsmerkmale erkennen
möchte: Neben dem ausgefeilten Schnitt ist die
Bügelarbeit das A und O. Alle namhaften Konfektionäre beachten diese Bügel - Schritte schon in allen Herstellungs- phasen.
Dieses uralte Wissen wurde
vom Forschungsinstitut Textilreinigung in Hohenstein aufgeschrieben:
Das Stossband soll der unterste Rand der Hose sein. Es soll ca. 1 mm unter dem
Hosenstoff hervorschauen. Nur so kann es seine Aufgabe, den Hosensaum vor dem Aufscheuern durch den Schuh zu schützen,
erfüllen. Endet das Stossband höher, ist der untere Rand des Tuches ungeschützt und scheuert viel schneller durch als es sein müßte. Leider wird bei Änderungen der Hosenbeinlänge nicht immer auf diesen Punkt geachtet - oft ist das Stossband zu hoch
festgenäht und kann deshalb, trotz sorgfältigstem Bügeln, nicht den untersten Rand bilden.
Die Falte ist immer dann genau richtig, wenn Naht auf Naht liegt. Wobei es
unerheblich ist, in welche Richtung die Nahtzugabe zeigt, solange sie flach
liegt. Nur dann legt sich die Hose immer wieder wie von selbst auf dem
Bügelbrett in die richtige Lage, um die eine Falte festbügeln zu können. Diese
wird mit jedem Bügeln fester und haltbarer.
Wird während des Reinigens eine spezielle Appretur beigeben, hält die Falte
auch viel länger und die Hose bleibt länger in Form.
Der Hosenbund soll ausgebügelt sein. Von Innen wie von Außen. Von Außen
wegen der Optik - Sitzfalten sehen ungepflegt aus, von Innen wegen des
Komforts: Faltige Hosenbunde drücken schon mal auf Hüfte und Bauch. Vor
allem, wenn die Bundzugabe hin und wieder umgeknickt ist. Leider lassen sich Bundfutter von
Hosen, die schon mehrmals gereinigt doch nicht von innen ausgebügelt wurden, sondern stets
nur von außen glattgebügelt wurden, nicht mehr richten. Sie sind in ihrer Lage fixiert.
Die Nahtzugaben sollen in die Richtung zeigen, wie sie im Saum eingenäht sind. Da es die vom
Hersteller vorgesehene Lage ist, stellen sie sich dann nicht so leicht auf und scheuern am Bein.
Paspeln und Steppnähte an Seiten- und Gesäßtaschen weisen gern leichte Wellen auf. Auch
diese sind auszubügeln, ohne dass sich Taschenbeutel durchzeichnen.
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