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Manch einer hat nach der Reinigung seiner Krawatte
schon eine >böse Überraschung< erlebt.
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Der staatlich vereidigte Gutachter für das Textilreinigungswesen,
Herr Dipl.-Ing. Heinrich Kreipe, Tönisvorst,
hat solche Fälle analysiert und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Lesen Sie dazu seinen Bericht, der in der Fachzeitschrift “ RW Textilservice, Rubrik Schadensfälle / Reklamationen in der Ausgabe April 2003, Seite 29/30 erschienen ist.
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Lesen Sie unsere Erfahrungen dazu U N T E R dem abgebildeten Bericht.
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Dem Gutachten des Herrn Kreipe kann ich aus eigener langjähriger Erfahrung und
einigen Hundert aufgetrennten und neu genähten Krawatten in allen Punkten vollkommen zustimmen.
Aber, mal ehrlich, was haben Sie von einem solchen Gutachten? Nichts als Kosten, Ärger
, Rennerei und die Zeit verstreicht. Wenn die Gewährleistungsfrist von ehemals 1/2 Jahr, jetzt 2 Jahre, abgelaufen ist, ersetzt kaum noch ein Konfektionär sein “mit verdeckten
Mängeln behaftetes Produkt.”
Inzwischen haben wir über 10.000 Krawatten Erfahrung - und
können die meisten verdeckten Mängel, die erst bei der Reinigung zu Tage treten, wieder ausgleichen. Sie bemerken den verdeckten Mangel dann gar nicht erst. Geht man extrem
vorsichtig mit den Krawatten um, treten manche Mängel auch gar nicht erst hervor: Aus unserer langjährigen Erfahrung heraus haben wir speziell für edle Pashmina-Schals, feinste
Cashmir-Teile bzw. Krawatten ein Grundreinigungsverfahren entwickelt, dass optimal Schmutz von solch feinen Teilen entfernt und gleichzeitig das Material extrem schont - es wird
weniger Mechanik als bei einer >Handwäsche< eingesetzt; Handwäsche wäre, wegen der Faserquellung in wässrigem Medium, sowieso “tödlich” für all jene Teile.
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Beide Krawatten auf den Bild des Berichtes habe ich nie im Original gesehen, nur das
Bild in der Fach-Zeitung. Trotzdem erlaube ich mir eine auf Erfahrung basierende Analyse, wie man die “Schäden” beheben kann:
Bei der rötlichen Krawatte im oberen Bild wird wahrscheinlich, so beurteile ich es nach dem Bild,
sorgfältiges Bügeln gemäß den Bügel-Regeln für gewebte Stoffe ausreichen. Natürlich mit der gegebenen Umsicht, Vorsicht und Erfahrung, denn schließlich darf die Krawatte ja keine
“Bügelfalten” rechts und links bekommen und es darf sich nichts durchdrücken. Dazu braucht Sie nicht mal getrennt und später neu genäht werden.
Bei der bläulichen Krawatte im oberen Bild wird es nötig sein, diese aufzutennen, nach den Regeln der Bügelkunst glatt und > in Form < zu Bügeln und dann wieder zusammenzunähen.
Als Ursache für die starken, verzogenen Wellen sehe ich 2 Möglichkeiten:
1. Die Krawatte lag beim Zuschneiden schief, wurde während der Herstellung, damit die Krawatte
>gerade ist < schräg in Form gebügelt. Beim Reinigen entspannt sich diese “Formbügelei” und alles wellt sich.
2. Die Krawatte wird immer sehr fest gebunden und auch so, ohne den Knoten zu lösen,
aufbewahrt. Dann hat die Seide keine Chance, sich zu entspannen und gerade auszuhängen.
Aber, wie gesagt, die o.a. “Schäden” sind zu beheben. Und wir beheben sowas,
bevor Sie Ihre wertvolle Krawatte wieder bei uns abholen,bzw. bevor wir die Krawatten wieder an Sie zurücksenden. Sie werden bei uns jene “verdeckten Mängel der
Herstellung” gar nicht erst sehen.
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Ein anderer, beliebter Reklamationsgrund sind
>aufgegangene Nähte.<
Gern wird reklamiert: dass war vorher nicht, also ist der Reiniger schuld.
Als erste Schlußfolgerung ist dies zwar logisch,
jedoch belehrt uns die Ursachenanalyse eines besseren:
Krawatten werden, meist in den Billig-Lohn
-Ländern Asiens von Hand genäht. Die Näherin bekommt vielleicht 20 - 50 Cent pro Stück, wenn wundert’s da, dass sie alles sehr schnell macht? Als erstes den Knoten im Nähfaden, das
überstehende Fadenende abgeschnitten ....... Und da alles sehr schnell gehen muss, damit die Familie vom Ertrag ernährt werden kann, ist
der Knoten schon mal nicht ordentlich, oder das Ende viel zu kurz abgeschnitten usw. Dass ein solcher Knoten dann während der Bewegung in
der Grundreinigung aufgeht und einige Stiche dann auftrennen, ist doch gut nachzuvollziehen.
Ein auf Service bedachter Reiniger wird sowas gleich reparieren, denn nicht mal jedes Schneiderei-Änderungs
-Stübchen kann schräg geschnittene Stoffe, wie es die Krawatte ist, optimal nähen. - Und dann natürlich auch die
Lohnkosten dafür berechnen, denn der Reiniger hat den “Schaden” ja nicht verursacht. Eine verdeckte “Schlamperei,” (nachlässig geknüpfter Knoten) bei der Herstellung ist schuld.
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